Das bestätigte die EU-Kommission dem Europäischen Parlament und dem Rat jetzt in einem Bericht über die Fortschritte seit dem Projektstart im März 2002 und der Errichtung des Gemeinschaftsunternehmens vor weniger als sechs Monaten. Hauptpunkte des Berichts sind Auftragsvergabe für die ersten beiden Versuchssatelliten, das Kooperationsabkommen mit China und das Verfahren zur Ermittlung des künftigen Konzessionsnehmers für das System. Im Juli 2003 wurden die ersten beiden Versuchssatelliten bestellt. Sie sollen nach Angaben der Kommission "vor dem Sommer 2006 Signale aus dem Weltraum senden und so die Nutzung der Frequenzbänder sicherstellen, die für das System reserviert wurden. Die im Oktober 2003 getroffene Vereinbarung mit China habe Modellcharakter. "Vergleichbare Initiativen mit anderen Ländern bestehen bereits.” So rechnet Brüssel in diesen Tagen mit einer Einigung mit den USA über die Interoperabilität beider Systeme gerechnet. Auch mit Russland werde verhandelt. Fortschritte gibt es laut Kommission auch bei dem Verfahren zur Ermittlung des künftigen Konzessionsnehmers für das System. Danach können drei Unternehmenskonsortien an der zweiten Verfahrensstufe, den wettbewerbsorientierten Verhandlungen, teilnehmen. Gute Fortschritte gebe es auch bei den Ratsdiskussionen über die künftigen Verwaltungsstrukturen des Systems, besonders über die Aufsichtsbehörde.
Satellitennavigationssystem Galileo liegt im Plan
Mit dem Satellitennavigationsprogramm Galileo geht es nach Angaben der EU-Kommission planmäßig voran.