Paris. Noch vor einer Zusammenkunft mit den Postgewerkschaften hat der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy erklärt, das staatliche Dienstleistungsunternehmen La Poste solle in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden. Das Kapital werde aber ausschließlich für öffentliche Anleger geöffnet – an vorderster Stelle stehe die einer Staatsholding vergleichbare Caisse des dépôts et consignations (CDC). Sarkozy folgt damit den Empfehlungen der von ihm eingesetzten Kommission Ailleret, die in ihrem Bericht für eine solche Lösung plädiert hatte. Sie war beauftragt worden, ein Gutachten über den Finanzbedarf der Post mit Blick auf die für 2011 vorgesehene Komplettliberalisierung des Postsektors in der Europäischen Union zu erstellen. Das Ergebnis war am Mittwoch Ministerpräsident François Fillon übergeben worden. In ersten Stellungnahmen hieß es dazu seitens der Gewerkschaften, über kurz oder lang würden mit dieser Lösung die Türen auch für private Anleger geöffnet und man lehne die geplante Umwandlung der Post in eine AG nach wie vor entschieden ab. (jb)
Sarkozy: Kapitalöffnung bei La Poste nur für öffentliche Anleger
Die Gewerkschaften lehnen die Statutenänderung weiterhin ab