Sinngemäß war in den Anzeigen zu lesen, den erfolgreichen eigenen Entwicklungen von Cusotmer Relationship Management-Software (CRM) stünden quasi nur Flops des Wettbewerbers SAP gegenüber. In einer anderen Anzeigenserie nutzen sie gar das SAP-Anzeigenkonzept für die eigenen Zwecke. Das fanden die Walldorfer weder lustig noch richtig. Also haben sie beim Landgericht Frankfurt eine einstweilige Verfügung erwirkt, um die Kampagnen der Kalifornier in Deutschland zu stoppen. Die Anzeigen, so heißt es in einer Erklärung von SAP seien unlauter und irreführend. Die Verfügung stehe aber noch unter dem Vorbehalt einer abschließenden gerichtlichen Überprüfung. "Ich hoffe, dass die derart unlauteren und verzweifelten Versuche eines Wettbewerbers, der sich offensichtlich durch den Geschäftserfolg der SAP bedroht sieht, nun ein Ende haben. Im Interesse der Kunden sollten wir uns alle wieder auf das Geschäft konzentrieren und den Markt mit Lösungen überzeugen", erklärt Carol Burch, Senior Vice President, Global CRM Business Development bei SAP. Derzeit ist Siebel noch Marktführer im Bereich CRM-Software, hat aber in den vergangenen Monaten Marktanteile verloren, wohingegen SAP deutlich zugelegt hat.
SAP duldet Siebel-Anzeigen nicht
Da hatte sich die US-amerikanische Firma Siebel doch glatt erdreistet in einer Werbekampagne zu behaupten, sie sei besser als SAP.