Der Anbieter von intermodalen Transportlösungen Helrom hat eigenen Angaben zufolge sein 2025 eingeleitetes Insolvenzverfahren abgeschlossen. Der Insolvenzplan sei vom Amtsgericht Frankfurt am Main rechtskräftig bestätigt worden.
Mithilfe des Insolvenzverfahrens habe man das Unternehmen finanziell und strukturell neu aufgestellt und eine tragfähige Lösung für die Zukunft geschaffen.
Sanierungsverfahren bringt neue Struktur und holt weitere Investoren ins Boot
Der Mehrheitseigner HRG, eine Gruppe erfahrener Investoren im Bahn- und Industriesektor, hat den Kreis der involvierten Investoren erweitert. Außerdem hat er das Unternehmen mit zusätzlichem Kapital ausgestattet.
Im Zuge der Sanierung wurde Helrom neu kapitalisiert und gesellschaftsrechtlich geordnet. Unter anderem als Teil davon wurde die Helrom Holding Limited als Tochter der HRG etabliert.
Wichtiger Bestandteil der neuen Struktur ist laut dem Anbieter die Mitwirkung von The Greenbrier Companies, ein Hersteller und Leasing-Unternehmen von Güterwagen, sowie von Deutsche Anlagen Leasing (DAL) und Société Générale.
Ziel: Stabilisierung des Geschäfts und weitere Verlagerung von Transporten auf die Schiene
Der Insolvenzverwalter und sein Team von Reimer Rechtsanwälte hätten das Verfahren mit großer Umsicht und hoher Transparenz geführt, hebt das Unternehmen hervor. So konnte der Betrieb während der Insolvenz fortgeführt und eine tragfähige Lösung für das Unternehmen gefunden werden.
„Mein besonderer Dank gilt unseren Mitarbeitenden“, so Roman Noack, CEO und Mitgründer von Helrom. „Sie haben in einer Phase großer Unsicherheit Verantwortung übernommen, zusammengehalten und den Betrieb aufrechterhalten.“
Auch Kunden, Lieferanten und Stakeholder hätten in den letzten Monaten mit großer Loyalität zum Unternehmen gestanden. „Gerade in dieser Krise habe ich erlebt, wie stark und verlässlich die Unterstützung unserer Partner ist.“
In den kommenden Monaten wolle man mit ein einer finanziell gestärkten Basis das Geschäft stabilisieren und bestehende Verbindungen stärken. „Unser Fokus liegt klar auf dem operativen Geschäft: zuverlässige Verbindungen, hohe Servicequalität und die konsequente Verlagerung von Transporten auf die Schiene.“