Sanierung abgeschlossen: Helrom lässt Insolvenz hinter sich

20.01.2026 18:12 Uhr | Lesezeit: 1 min
Lkw-Trailer Helrom
Um Lkw-Trailer auf die Schiene zu bringen, hat Helrom eine eigene Technologie entwickelt und bietet intermodale Verbindungen an. 2025 musste das Unternehmen Insolvenz anmelden. Im Rahmen eines Insolvenzverfahrens konnte es sich nun sanieren und hat sich strukturell und finanziell neu aufgestellt (Symbolbild)
© Foto: Helrom GmbH / Julia Reisinger

Im Rahmen des Insolvenzverfahrens konnte der Anbieter intermodaler Transportlösungen für die Schiene neue Investoren gewinnen, sich finanziell absichern und sich strukturell neu aufstellen.

Der Anbieter von intermodalen Transportlösungen Helrom hat eigenen Angaben zufolge sein 2025 eingeleitetes Insolvenzverfahren abgeschlossen. Der Insolvenzplan sei vom Amtsgericht Frankfurt am Main rechtskräftig bestätigt worden.

Mithilfe des Insolvenzverfahrens habe man das Unternehmen finanziell und strukturell neu aufgestellt und eine tragfähige Lösung für die Zukunft geschaffen.

Sanierungsverfahren bringt neue Struktur und holt weitere Investoren ins Boot

Der Mehrheitseigner HRG, eine Gruppe erfahrener Investoren im Bahn- und Industriesektor, hat den Kreis der involvierten Investoren erweitert. Außerdem hat er das Unternehmen mit zusätzlichem Kapital ausgestattet.

Im Zuge der Sanierung wurde Helrom neu kapitalisiert und gesellschaftsrechtlich geordnet. Unter anderem als Teil davon wurde die Helrom Holding Limited als Tochter der HRG etabliert.

Wichtiger Bestandteil der neuen Struktur ist laut dem Anbieter die Mitwirkung von The Greenbrier Companies, ein Hersteller und Leasing-Unternehmen von Güterwagen, sowie von Deutsche Anlagen Leasing (DAL) und Société Générale.

Ziel: Stabilisierung des Geschäfts und weitere Verlagerung von Transporten auf die Schiene

Der Insolvenzverwalter und sein Team von Reimer Rechtsanwälte hätten das Verfahren mit großer Umsicht und hoher Transparenz geführt, hebt das Unternehmen hervor. So konnte der Betrieb während der Insolvenz fortgeführt und eine tragfähige Lösung für das Unternehmen gefunden werden.

„Mein besonderer Dank gilt unseren Mitarbeitenden“, so Roman Noack, CEO und Mitgründer von Helrom. „Sie haben in einer Phase großer Unsicherheit Verantwortung übernommen, zusammengehalten und den Betrieb aufrechterhalten.“

Auch Kunden, Lieferanten und Stakeholder hätten in den letzten Monaten mit großer Loyalität zum Unternehmen gestanden. „Gerade in dieser Krise habe ich erlebt, wie stark und verlässlich die Unterstützung unserer Partner ist.“

In den kommenden Monaten wolle man mit ein einer finanziell gestärkten Basis das Geschäft stabilisieren und bestehende Verbindungen stärken. „Unser Fokus liegt klar auf dem operativen Geschäft: zuverlässige Verbindungen, hohe Servicequalität und die konsequente Verlagerung von Transporten auf die Schiene.“


Hintergrund zum Unternehmen und zur Verladetechnik

Helrom hat eine Technologie entwickelt, die es ermöglicht, Lkw-Trailer ohne Verladeterminal auf die Schiene zu bringen. Die Markteinführung wurde 2023 im Rahmen des Bundesprogramms „Zukunft Schienengüterverkehr“ durch das Bundesverkehrsministerium mit 15 Millionen Euro gefördert.

Außerdem bietet es auf ausgewählten Strecken Intermodal-Verbindungen an, etwa vom Bayernhafen in Regensburg, aber auch aus Düsseldorf und Köln.



HASHTAG


#Insolvenzen

MEISTGELESEN


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

WEITERLESEN



NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.