Potsdam. Für einen bedarfsgerechten Ausbau des Sacrow-Paretzer Kanals hat sich die Potsdamer Bundestagsabgeordnete Andrea Wicklein (SPD) ausgesprochen. „Notwendig ist ein Gesamtkonzept für einen naturverträglichen und wirtschaftlich sinnvollen Ausbau, der auf aktualisierten Prognosen beruht“, erklärte sie am Mittwoch in einer Mitteilung. Anfang der 1990er Jahre wurden die Transportmengen an dem Kanal für das Jahr 2010 mit 22,8 Millionen Tonnen beziffert. Tatsächlich seien es im Jahr 2006 nur 2,65 Millionen Tonnen gewesen. Gegen den Kanal-Ausbau liegen zwei Klagen beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Im Zusammenhang mit der Klage des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) hatten die Richter am Dienstag bei einem Vor-Ort-Termin am Kanal einen Vergleichsvorschlag unterbreitet. Ein weiterer nicht öffentlicher Erörterungstermin zu der anderen Klage der Stadt Potsdam war für Mittwoch anberaumt. Die Stadt befürchtet eine Beeinträchtigung der preußischen Schlösser und Gärten als UNESCO-Weltkulturerbe. Nach ursprünglichen Planungen soll der Sacrow-Paretzer Kanal, der die Havel an der Stadtgrenze von Berlin und Potsdam mit der Havel östlich von Ketzin (Havelland) verbindet, auf einer Länge von knapp 13 Kilometern erweitert werden. Es ist von 65 Millionen Euro Kosten die Rede. (dpa)
Sacrow-Paretzer Kanal: Abgeordnete wollen bedarfsgerechten Ausbau
Potsdamer Bundestagsabgeordnete Andrea Wicklein fordert "naturverträglichen und wirtschaftlich sinnvollen Ausbau, auf aktualisierten Prognosen"