Sachsen will mehr Grenzübergänge nach Polen und Tschechien

12.03.2004 06:30 Uhr

Im Zuge der EU-Erweiterung erwarten Verkehrsexperten eine Verdreifachung der LKW-Verkehre

Dresden. Sachsen will langfristig die Zahl der grenzüberschreitenden Straßenverbindungen zu Polen und Tschechien verdreifachen. Perspektivisch soll es alle 10 Kilometer einen Übergang geben, sagte Wirtschaftsminister Martin Gillo (CDU) am Donnerstag in Dresden. Derzeit existieren 21 Verbindungen. Bis 2010 sollen es 34 sein. Mit der EU-Osterweiterung und dem damit verbundenen Wegfall der Zollkontrollen wird laut Gillo mit einer Verdreifachung des LKW-Verkehrs gerechnet. Zu wichtigen Bauvorhaben gehören neben der Fertigstellung der Autobahn Dresden-Prag (A 17) auch der Neubau der Bundesstraße 178 von der Autobahn A 4 (Dresden-Görlitz) über Zittau und Löbau bis ins tschechische Liberec (Reichenberg). Gillo zufolge will sich Sachsen zudem dafür stark machen, dass die Bundesstraße 93 von Zwickau nach Karlovy Vary (Karlsbad) und die Autobahn A 16 von Leipzig nach Torgau als vordringliche Maßnahme in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden. (vr/dpa)

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