Eine Idee von Rentnern in der Uralmetropole Jekaterinburg breitet sich aus. An den Einfallstraßen zu immer mehr russischen Großstädten werben ältere Männer mit einem besonderen Dienst. Als Stadtlotsen dirigieren sie gegen ein geringes Entgelt auswärtige Fahrer auf dem schnellsten und sichersten Weg durchs Verkehrsgewühl des neuen Kapitalismus. Durchweg saßen die Lotsen ein Berufsleben lang selbst hinter dem Lkw-Lenkrad. Sie kennen jede gute und schlechte Straße, alle Ampeln, insbesondere aber die Radarfallen in ihrer Stadt. Vom russischen Speditionsverband wird der Geschäftssinn begrüßt. Nicht nur mindert er Kraftstoffverbrauch, Luftverschmutzung und Stress bei innerstädtischen Fahrten. Das traditionelle Defizit an Hinweisschildern hätten die Lotsen effektiv kompensiert.
Russland: Rentner werden Stadtlotsen
Russischer Speditionsverband begrüßt die Initiative von Ex-Lkw-Fahrern