Trotz technischer Möglichkeiten will die russische Regierung ein elektronisches Navigationswesen im Straßenverkehr mit allen Mitteln verhindern. Als einziges europäisches Land erlaubt die Föderation keine Computerprogramme, mit denen sich ortsfremde Fahrer zeitsparend, umweltschonend und speziell bei kriminellen Gefahren zuverlässig orientieren können. Obwohl auch das russische Territorium mittlerweile punktgenau aus dem Weltall fotografiert und vermessen worden ist, fallen die international verfügbaren Datenmengen weiter unter den Begriff des Militärgeheimnisses. Wer sie privat oder kommerziell dennoch benutzt, verstößt nach Moskauer Lesart auch als Einheimischer gegen die nationale Sicherheit. Ausländische Fahrer wünschen sich wenigstens im mittlerweile vielfrequentierten Westen der Föderation die moderne technische Hilfe. Kommentar der russischen Wochenzeitung Moskowskije Nowosti: "Wenn man nichts hat, womit man die Welt überraschen kann, wird mit dem Geheimnis gedroht." (vr/jpd)
Russland: Kein Computerprogramm für Satellitennavigation
International zugängliche Landesdaten gelten als Militärgeheimnisse