Dresden. Die Preise für die Rollende Landstraße (Rola) Dresden-Lovosice werden zum 1. Januar 2004 pro Fahrt um 5 Euro erhöht. Die Einzelfahrt wird dann 83 Euro, das Hin- und Rückticket 145 Euro kosten. Das hat die Sächsisch-Tschechische Regierungskommission Rola beschlossen. Als Grund werden die steigenden Kosten für die Instandhaltung der speziellen Waggons, die die LKW befördern, genannt. Die Rola erhält jährlich einen Zuschuss von 5 Millionen Euro vom Freistaat Sachsen und 2,5 Millionen Euro von der Tschechischen Republik zu den Betriebskosten. Wie das sächsische Wirtschaftsministerium weiter mitteilt, wollen beide Länder die Unterstützung auch bis zur Fertigstellung der Autobahn Dresden-Prag beibehalten. Allerdings müsse abgewartet werden, wie sich die mit der EU-Osterweiterung wegfallenden Genehmigungen und Zollkontrollen auf die Auslastung der Rola auswirken. Seit Inbetriebnahme der Rola im September 1994 haben 50.000 Züge mehr als 790.000 LKW auf dieser Relation transportiert. Die Auslastung lag bislang auch in diesem Jahr bei mehr als 80 Prozent. Dreiviertel aller Züge waren in der vergangenen Woche mit 23 LKW voll ausgelastet. Sowohl in Sachsen als auch in Tschechien laufen seit vergangenem Jahr Untersuchungen zu Rola-Alternativen, die sich wirtschaftlich selbst tragen. Sicher ist, dass es sich dabei nur um unbegleiteten kombinierten Gütertransport, also Container und keine kompletten Lastzüge, handeln kann. Die Ergebnisse sollen Mitte 2004 vorliegen. (vr/cd)
Rola Dresden-Lovosice wird teurer
Auslastung liegt derzeit bei 80 Prozent