Der Betreiber der französischen Bahn-Infrastruktur Réseau Ferré de France (RFF) hat das vergangene Jahr mit einem Minus von über 3,3 Milliarden Mark abgeschlossen, 238,5 Millionen Mark mehr als im Vorjahr, wie RFF in Paris vor der Presse mitteilte. Begründet wurde dies vor allem mit der Belastung aus jenen Schulden, die das Unternehmen bei der 1997 erfolgten Aufteilung der Staatsbahn in zwei getrennte Funktionsbereiche übernehmen musste. Ende 2000 lag die RFF-Gesamtverschuldung bei 44,6 Milliarden Mark. Der Bruttobetriebsüberschuss hat sich mit 1,2 Milliarden Mark leicht verbessert. Der Betriebsverlust blieb demgegenüber mit 287,5 Millionen Mark unverändert. RFF-Chef Jean-François Bénard glaubt, dass beide Bahnbereiche ihre jeweilige Verschuldung in den nächsten Jahren "ohne drastische Einschränkung der Investitionsprogramme" auf dem jetzigen Stand einfrieren können. Dies werde aber nicht ohne deutlich höhere öffentliche Hilfen möglich sein. Nach dem Brüsseler Fahrplan muss auch die französische Bahn ihre Konten bis 2003 ins Gleichgewicht bringen. Transportminister Jean-Claude Gayssot will sie um rund 27 Milliarden Mark entschulden; das Finanzministerium hat darauf noch nicht reagiert. (vr/jb)
Réseau Ferré de France mit über 3 Milliarden Mark Defizit
Die aufgeteilten Betriebe der französischen Bahn brauchen mehr Geld vom Staat