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Projekt Cloud4Log: Digitaler Lieferschein im Praxiseinsatz

16.11.2022 11:02 Uhr | Lesezeit: 3 min
Digitaler Lieferschein, DM, Cloud4Log, BVL
Der digitale Lieferschein im Live-Betrieb bei Dm in Waghäusel
© Foto: dm-drogerie markt

Rund zwei Wochen nach dem Startschuss für die Online-Plattform Cloud4Log auf dem Deutschen Logistik-Kongress haben jetzt Unternehmen den Livebetrieb aufgenommen.

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Am 14. November haben erstmalig digitale Lieferscheine physische Warenlieferungen zu den Zentrallagern des Handels begleitet, wie die Bundesvereinigung Logistik (BVL) berichtet. Rund zwei Wochen nach dem Startschuss für die Online-Plattform Cloud4Log auf dem Deutschen Logistik-Kongress in Berlin nahmen demnach jetzt Unternehmen den Livebetrieb auf. Die ersten Lieferungen mit dem papierlosen Beleg trafen bei Dm in Waghäusel, bei Rewe in Neu-Isenburg sowie bei Penny in Neuhausen ein. Auf den Weg gebracht hatten Berief Food, Eckes Granini und Nestlé die Sendungen am 11. November.

>> Mehr zu dem Projekt lesen Sie auch HIER

Insgesamt 19 Unternehmen haben sich laut BVL bereits für Cloud4Log registriert, um den Service zu nutzen. Darunter seien neben den genannten Partnern der ersten Anlieferungen beispielsweise auch Dachser, Frosta, Hailo und die Nagel Group. 48 Unternehmen hätten darüber hinaus ihre Absicht erklärt, die von der BVL und GS1 Germany mit T-Systems sowie Akteuren aus Industrie, Logistikdienstleistung und Handel entwickelte Cloud-Lösung zu verwenden. Die digitalen Lieferscheine stehen für die Dauer des Lieferprozesses und zehn Wochen darüber hinaus zur Verfügung, so die BVL. Ausdruck, Weitergabe, Transport und Quittierung der Papierbelege seien somit überflüssig.

Nächste Etappen beim Rollout

In der aktuellen Einführungsphase, die bis April 2023 geplant ist, soll der Leistungsumfang in der Belieferung sukzessive gesteigert werden. Zunächst komme nach BVL-Angaben der digitale Lieferschein bei direkten Transporten mit einer Lade- und einer Abladestelle zum Einsatz. Ab Januar 2023 soll er dann auch Teilladungstransporte und Stückgutsendungen mit mehreren Lade- und Abladestellen begleiten. Die entsprechenden Funktionalitäten stünden bereits heute auf der Online-Plattform zur Verfügung. Außerdem werde nach und nach der Rollout über weitere Partner in der gesamten Lieferkette erfolgen.

Vorteile des digitalen Lieferscheins

Im nationalen Warenverkehr übernimmt der Lieferschein häufig die Funktion des Frachtbriefes und erfüllt damit die Quittungsfunktion im Transportvertragsverhältnis zwischen Industrie und Spediteur - laut BVL leider fast immer noch auf dem Papier. Dies führe zu hohen manuellen Aufwänden in den Liefer- und Transportprozessen entlang der Supply Chain. Lieferungen zu Großhändlern oder Verteilzentren des Einzelhandels würden grundsätzlich von Lieferscheinen in Papierform begleitet. Alleine für den Lebensmitteinzelhandel in Deutschland seien das mindestens 20 Millionen Lieferscheine pro Jahr, so die BVL. Dies ergebe bei mehrfacher Ausfertigung mindestens 180 Millionen Blatt Papier, etwa so viel wie 1500 Bäume.

Die BVL betont, dass durch die Einführung des digitalen Lieferscheins über die Online-Plattform Cloud4Log das aufwändige Handling der Papierbelege beendet sei. Bereits bestehende unternehmens- oder branchenspezifische Insellösungen für digitale Lieferscheine seien integrierbar. Die Daten werden nach Angaben der Vereinigung bei Cloud4Log über die Open Telekom Cloud (OTC) verarbeitet. Entwickelt hat die technische Infrastruktur und geeignete Front-End-Lösung T-Systems. Die Zusammenarbeit mit der Telekom-Tochter garantiere die Datenspeicherung und -verarbeitung über einen in Deutschland betriebenen Server und damit Datenschutz und -sicherheit nach europäischem Recht, so die BVL weiter. (sn)

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