Ein düsteres Bild zeichnet Christian Moser vom Fachverband Güterbeförderung für die Zukunft kleiner österreichischer Transportunternehmen nach der EU-Osterweiterung. Sie würden mit der billigen ausländischen Konkurrenz kaum mithalten können. Er fordert deshalb eine Senkung der österreichischen Kraftfahrzeugsteuer, um die Chancen ein wenig zu verbessern. Weniger emotionell lotet Max Herry die Perspektiven im Rahmen einer Studie für die Wirtschaftskammer Österreich aus. Er warnt vor langen Übergangsfristen, die Konkurrenten aus anderen Mitgliedstaaten begünstigen könnten. Deshalb tritt er für ein akkordiertes Vorgehen der EU-15 in der Frage der Kabotage ein. Außerdem biete eine rasche Liberalisierung die Chance, den Fahrermangel zu beseitigen. Auch Herry ist allerdings davon überzeugt, dass die österreichischen Frächter Marktanteile verlieren werden. Von derzeit 80 Prozent des österreichischen Transportaufkommens dürfte er bis 2010 auf 65 Prozent sinken. (vr/rv)
Probleme durch EU-Osterweiterung
Prognose: Österreichische Transportunternehmen verlieren durch ausländische Konkurrenz Marktanteile