Post soll von Brüssel zur Millionen-Rückzahlung verpflichtet werden

18.06.2002 17:31 Uhr

Weiterhin Spekulationen um Senkung des Briefportos

Am Mittwoch will die EU-Kommission entscheiden, ob sie von der Deutschen Post die Rückzahlung von Beihilfen in Höhe von 572 Millionen Euro fordert. Das Thema Briefporto soll bei dem Entschluss der 20 Kommissare keine Rolle spielen, hieß es inoffiziell aus Brüssel. Durch eine schrittweise Senkung des Briefportos wolle die Post eine Zahlung der Millionen summe vermeiden, hatten Zeitungen zuvor berichtet. Die Deutsche Post hatte das jedoch dementiert. Nach dem Kommissionsbeschluss werde es Verhandlungen mit dem Adressaten des Brüsseler Beihilfeverfahrens, der deutschen Bundesregierung, über die Rückführung der Beihilfen geben. Dabei könnte auch eine mögliche Portosenkung eine Rolle spielen. Ob sich die EU-Kommission sich dabei auf ein verringertes Porto einlassen wird, ist allerdings völlig offen. Die Kommission prüft seit drei Jahren, ob die Post die Paketsparte früher durch Einnahmen aus dem durch ein Monopol geschützten Briefgeschäft "subventioniert" hat. Die Post und die Bundesregierung als Mehrheitseigentümer weisen den Vorwurf zurück. Der angepeilte Rückzahlungsbetrag kann sich unmittelbar vor der Entscheidung noch ändern. Es ist einer der höchsten Beihilfen, die bisher von Brüssel zurückverlangt wurden. (vr/dpa)

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.