Düsseldorf. Die Deutsche Post fasst laut einem Zeitungsbericht einen Ausstieg aus dem verlustreichen amerikanischen Expressgeschäft ins Auge. Sollte sich die Lage nicht in Kürze bessern, schließe die Post einen kompletten Rückzug nicht mehr aus, berichtet das „Handelsblatt»"(Montagausgabe) unter Berufung auf Vorstandskreise. Angesichts der schlechten Geschäftsentwicklung war in den vergangenen Monaten immer wieder über einen solchen radikalen Schritt spekuliert worden. Allein in diesem Jahr wird DHL-Express in den USA einen Verlust von 1,3 Milliarden Dollar schreiben. Für Post-Chef Frank Appel rücken die US-Probleme nach der Entscheidung über die Zukunft der Postbank nun in den Mittelpunkt. Man arbeite mit Hochdruck an einer Lösung, sagte er dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ (neue Ausgabe). Das US-Geschäft ist ein Problemfall schon seit der DHL-Übernahme unter Appels Vorgänger Klaus Zumwinkel. Die Post versuchte zuletzt, die Probleme durch eine Kooperation mit dem Konkurrenten UPS beim Lufttransport in Griff zu bekommen. Die Partnerschaft stößt wegen der mit ihr verbundenen Einsparungen allerdings auf Widerstand bei Beschäftigten und Politikern. DHL hat in den USA 40 000 Arbeitsplätze. Die Deutsche Post hat Berichte über einen möglichen kompletten Rückzug aus ihrem Express-Geschäft in den USA im Lauf des Montags dementiert. Post-Vorstandschef Frank Appel habe einen "vollständigen Rückzug" aus diesem Geschäft mit eiligen Sendungen am Montag vor Managern ausdrücklich ausgeschlossen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur dpa in Bonn. (ak/dpa)
Post schließt Ausstieg aus US-Geschäft nicht aus
Die Deutsche Post fasst laut einem Zeitungsbericht einen Ausstieg aus dem verlustreichen amerikanischen Expressgeschäft ins Auge. Post-Appel dementiert