In dem von Warnstreiks begleiteten Tarifkonflikt bei der Deutschen Post wird das Unternehmen ein Kompromissangebot vorlegen. Das kündigte Post-Vorstandschef Klaus Zumwinkel am Donnerstag auf der Hauptversammlung des Unternehmens in Köln an. Das Angebot werde zur nächsten Runde der Tarifverhandlungen in der nächsten Woche (10./11. Juni) in Münster auf den Tisch kommen. "Wir wollen ein für alle tragfähiges Ergebnis erzielen", sagte Zumwinkel. Die Forderung der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di nach 6,5 Prozent mehr Lohn für die Post-Beschäftigten sei allerdings "unrealistisch". Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat eine angemessene Beteiligung der 240.000 Beschäftigten am Erfolg des Unternehmens gefordert. Mit Hinweis auf die Hauptversammlung sagte ver.di-Vorstandsmitglied Rolf Büttner: "Die Beschäftigten der Deutschen Post AG erwirtschaften die Basis für die soliden zahlen, die starke Finanzkraft und die höhere Dividende für die Aktionäre." Unterdessen setzten die Postbediensteten ihre Warnstreiks fort. In der Spät- und in der Nachtschicht zum Donnerstag hatten sich nach Gewerkschaftsangaben rund 700 Beschäftigte in Frankfurt, Mannheim, Darmstadt, Ludwigshafen und Mainz an Warnstreiks beteiligt. Etwa drei Millionen Postsendungen seien unbearbeitet geblieben. Am Donnerstag wollte ver.di die befristeten Arbeitsniederlegungen auf Nordrhein-Westfalen ausdehnen. (vr/dpa)
Post-Chef Zumwinkel im Tarifkonflikt kompromissbereit
Ver.di fordert angemessene Erfolgsbeteiligung der Beschäftigten