Hamburg. Die Pleitenflut in der deutschen Wirtschaft wird im nächsten Jahr noch höher steigen. Fast 39.000 Unternehmen seien 2010 in ihrer Existenz gefährdet und von einer Insolvenz bedroht, teilte der Kreditversicherer Euler Hermes am Donnerstag in Hamburg mit. Das wäre ein Anstieg von elf Prozent gegenüber dem laufenden Jahr. Für 2009 bestätigte der Kreditversicherer die Prognose von rund 35.000 Insolvenzen und einem Anstieg von knapp 20 Prozent, die bereits von mehreren Unternehmen und Verbänden abgegeben worden war, so von Bürgel, Creditreform und dem Bundesverband der deutschen Inkasso-Unternehmen. Besonders hart von der Pleitewelle betroffen sei die Industrie, wo der Anstieg im laufenden Jahr mehr als 45 Prozent betragen werde, heißt es in der Hermes-Mitteilung. Bei den Dienstleistungen werden die Insolvenzen um 22,5 und im Handel um 12,6 Prozent zunehmen, so die Prognose. Das Baugewerbe schneidet mit einem unterdurchschnittlichen Zuwachs der Insolvenzen um 7,4 Prozent noch am besten ab. Lichtblicke sieht Hermes gegenwärtig nur im Ausland: In den USA könnten im nächsten Jahr die Insolvenzen wieder zurückgehen, ebenso in einigen europäischen Ländern wie Spanien, Dänemark und Norwegen. (dpa/ak)
Pleitenflut steigt 2010 weiter an
Die Pleitenflut in der deutschen Wirtschaft wird im nächsten Jahr noch höher steigen. Fast 39.000 Unternehmen sind in ihrer Existenz gefährdet