Wien. Harald Bollmann, Obmann der Sparte Transport in der Wirtschaftskammer Österreich, erinnert die österreichische Regierung an eine Förderung für die Anschaffung umweltfreundlicher Lastwagen. Eine Umwelt-Prämie für Nutzfahrzeuge der Klassen Euro 5 und Euro 6 wäre nach seiner Meinung ein wichtiges Signal. Sowohl investitions- als auch umweltpolitisch könnten damit entscheidende Impulse gesetzt werden. Eine österreichische Förderung, so Bollmann, sollte sich an Deutschland orientieren, wo der LKW-Kauf mit 2550 Euro pro Fahrzeug unterstützt wird. Konkret wünschen sich die österreichischen Frächter diese Prämie bis 30. September für Euro-5-Fahrzeuge, um Vorziehkäufe zu belohnen. Damit würde ein frühzeitiger Umstieg auf umweltfreundliche Fahrzeug unterstützt. Gleichzeitig ließe sich damit die Wettbewerbssituation der Transportunternehmen in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit verbessern. Diese Förderung käme nicht nur den Transportunternehmen zugute, sondern auch der Fahrzeugindustrie. Im ersten Quartal wiesen die Zulassungen neuer Laster einen Rückgang um 29 Prozent auf. Bei Sattelzugfahrzeugen machte das Minus sogar 43 Prozent aus. Zu einem späteren Zeitpunkt sollte die Umwelt-Prämie auch für Euro-6-LKW gelten. (rv)
Österreichs Frächter fordern Umwelt-Prämie
Österrische Wirtschaftskammer erinnert Regierung in Wien an Förderung für den Kauf umweltschonender LKW