In rund zwei Jahren wird Österreich für alle Autobahnen eine Lkw-Maut einführen. Schon jetzt eröffnet Verkehrsministerin Monika Forstinger die Diskussion über die Mauthöhe. Bisher war man von rund 30 Pfennig pro Kilometer ausgegangen, tatsächlich könnten es 60 Pfennig und mehr werden. Als Argument führen sowohl Regierungs- als auch Oppositionsparteien einhellig an, dass eine mit der Schweiz vergleichbare Kostenbelastung des Straßengüterverkehrs (derzeit rund 70 Pfennig je Kilometer) angestrebt werden müsse, um den Umwegtransit durch Österreich zu verhindern. Konkret entscheiden will Forstinger, sobald die neue EU-Wegekostenrichtlinie vorliegt. Außerdem dürfe eine hohe Maut nicht dazu führen, dass Lkw auf unbemautete Bundesstraßen ausweichen. Die Wirtschaft warnt vor einem Attraktivitätsverlust des Standortes Österreich, wenn die finanzielle Belastung der Straßentransporte zu hoch ausfällt. (vr/rv)
Österreich will hohe Lkw-Maut
Bis zu 60 Pfennig und mehr pro Kilometer stehen zur Diskussion