Österreich: Infrastruktur vor dem Bankrott

10.10.2000 17:13 Uhr

Wachsender Schuldenberg im Verkehrsbereich – das Land hofft jetzt auf die Einnahmen aus der Lkw-Maut

Die Chancen für neue Verkehrsinfrastruktur-Bauten in Österreich stehen schlecht. Die Wirtschaftsberater Ernst & Young fanden im Auftrag von Verkehrsminister Michael Schmid heraus, dass die Schulden – auch ohne Berücksichtigung von Neubauprojekten – von derzeit 45 Milliarden Mark innerhalb von zehn Jahren auf 65 Milliarden Mark steigen werden. Grund dafür sind Fremdwährungskredite im Zusammenspiel mit dem schwachen Euro. Hoffnung auf eine Verbesserung der Situation besteht bei der Straßen-Infrastruktur durch die Einführung der Lkw-Maut. Die Zukunft der Schiene sieht aber düster aus. Ob beispielsweise der Semmering-Tunnel nach Klärung aller Rechtsfragen gebaut werden könnte, ist mehr als fraglich. Und auch für das Unterinntal droht ein Baustopp. Die weitere Vorgangsweise soll zwischen Verkehrs- und Finanzminister geklärt werden.

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