Trotz eines derzeit anhängigen Rechtsstreits dürfte die Entscheidung über das österreichische Mautsystem bis zum Juni fallen. Damit rückt auch der Entscheidungstermin für die Mauthöhe näher. Der bisher angepeilte Tarif von durchschnittlich 0,22 Euro je Kilometer sei zumindest für "sensible Zonen" zu gering, meint Verkehrsminister Mathias Reichhold. Als solche sollen nicht nur alle Nord-Süd-Verbindungen über die Alpen, sondern auch der gesamte Donaukorridor, deklariert werden. Ob Reichhold diese Meinung auch in Brüssel durchsetzen kann, bleibt allerdings abzuwarten. Mit den Mehreinnahmen will der Minister jedenfalls den rascheren Ausbau der Schiene vorantreiben. Eine klare Absage erteilte Verkehrsminister Reichhold mittlerweile aufgetauchten Überlegungen, auch eine "Schadstoffkomponente" in die Bemessung der Mauthöhe einzubauen. Es werde ausschließlich bei der Staffelung nach Lkw-Achsen bleiben. (vr/rv)
Österreich: Hohe Maut für "sensible Zonen"
Mehreinnahmen sollen zum Ausbau der Schiene eingesetzt werden