Für massive Proteste bei Transportunternehmern und Logistikern sorgt der jetzt ausgesandte Entwurf der so genannten Ferienreiseverordnung 2002. Der österreichische Verkehrsminister Mathias Reichhold will zwischen 28. Juni und 7. September Lkw über 7,5 Tonnen jeden Freitag von 18 Uhr bis 22 Uhr von den Straßen verbannen. In der Nacht zum Samstag dürfen sie dann ein paar Stunden fahren. Von Samstag 8 Uhr bis Sonntag 22 Uhr soll ein durchgehendes Fahrverbot gelten. Darüber hinaus plant der Verkehrsminister für die gesamte zweite Jahreshälfte ein Lkw-Fahrverbot vor Feiertagen. Außerdem ist vorgesehen, alle österreichischen Autobahnen ohne die bisher üblichen Ausnahmen in die Ferienreiseverordnung mit einzubeziehen. Die Wirtschaftskammer Österreich bezeichnet den Verordnungsentwurf als "Katastrophe für Logistik und Transportwirtschaft". Auch der Vorarlberger Verkehrslandesrat Manfred Rein fordert Minister Reichhold auf, seinen Plan zu überdenken, weil regionale Bedürfnisse darin nicht berücksichtigt seien. Lob kommt dagegen vom Kuratorium für Verkehrssicherheit, das sich eine Ausdehnung der Neuregelung auf alle verkehrsreichen Wochenenden wünscht. (vr/rv)
Österreich droht mit ausgedehnten Fahrverboten für Lkw
Wirtschaftskammer : Katastrophe für Transport und Logistik