Die Arbeiterkammer (AK), die gesetzliche Vertretung der Arbeitnehmerinteressen, fordert, den Straßengüterverkehr wesentlich stärker als bisher mit Abgaben zu belasten. Für die zukünftige Lkw-Maut fordert sie einen durchschnittlichen Satz von 29 Cent pro Kilometer. Derzeit sind 22 Cent im Gespräch, Verkehrsminister Mathias Reichhold hat sich in dieser Frage aber noch nicht entschieden. Grundlage der AK-Forderung ist eine von ihr in Auftrag gegebene Studie, wonach der Gütertransport auf der Straße um die Hälfte mehr kosten müsste, wenn sich die Frächter an alle gesetzlichen Bestimmungen wie Höchstgewicht und -geschwindigkeit hielten. In diese Berechnung nicht einbezogen wurde die Beschäftigung illegaler Fahrer, was den Transportunternehmen weitere Kostenvorteile bringe. Unter den derzeitigen Rahmenbedingungen könne der Schienengüterverkehr nicht konkurrenzfähig sein. (vr/rv)
Österreich: Arbeiterkammer fordert höhere Lkw-Maut
Abgabe 29 Cent pro Kilometer gefordert