-- Anzeige --

Österreich: Anschlussbahnen werden Luxusgut

Die Preiserhöhungen und die neue Struktur bei Rail Cargo Austria bereiten den österreichischen Anschlussbahnbetreibern große Sorgen


Datum:
10.05.2011
NOCH KEINE Kommentare

-- Anzeige --

Wien. Die Preiserhöhungen bei Rail Cargo Austria (RCA), die Ausdünnung des Streckennetzes und die Unsicherheit, ob es nach 2012 noch eine Anschlussbahnförderung in Österreich geben wird, bereiten den österreichischen Anschlussbahnbetreibern große Sorgen. Dabei sind die Verkehre für RCA von und zu den 800 aktiven Anschlussbahnen für das Wagenladungsgeschäft essentiell, betont Markus Schinko, Präsident des Verbandes der Anschlussbahnunternehmen Österreichs.

Für die Betreiber wird die Anschlussbahn zum Luxusgut, weil dessen Betrieb immer unkalkulierbarer und unrentabler wird. Im vergangenen Jahr sind in Österreich 1,285 Millionen Güterwagen via Anschlussbahnen abgefertigt worden. 1,13 Millionen Waggons entfielen dabei auf das Netz der ÖBB und über 25 Anschlussbahnen liefen 50 Prozent des gesamten Anschlussbahngüterverkehrs.

In diesem Jahr gibt es für die Errichtung von Anschlussbahnen acht Millionen Euro an öffentlichem Zuschuss. Ende 2012 läuft das derzeitige Fördermodell aus und was danach kommt, ist völlig offen. Die Betreiber fordern einen Fortbestand der Förderung nach 2012 sowie eine nachhaltige und faire Bedienung von Anschlussbahnen.

Nicht immer geht das Geschäft auf den Anschlussbahnen konfliktfrei ab. Streitpunkte sind das Infrastrukturbenutzungsentgelt (IBE) auf Anschlussbahnen, Exklusivverträge zwischen Anschlussbahneigentümer und bestimmten Eisenbahnunternehmen, Aufteilung der Erhaltungskosten und noch andere Feinheiten mehr.

Heiß umstritten ist ebenfalls die Tarifgestaltung auf der sogenannten letzten Meile, wo der Preis oft höher ist als für den Transport auf der langen Hauptstrecke. Ein konkretes Beispiel: Für 0,2 Prozent der Wegstrecke auf der Anschlussbahn entfallen rund 40 Prozent der Kosten des gesamten Transports, so Schinko. Das vor allem dann, wenn für die Bedienung auf der Anschlussbahn ein Diesellok benötigt wird. (mf) 

-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

WEITERLESEN




NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.