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Niedersachsen will mehr Lärmschutz bei Güterzügen

Erste Erfahrungsberichte mit den besonders leisen Bremsen sind positiv 
© Foto: ddp/ Torsten Silz

Angesichts der Lärmbelastung an Bahnstrecken mit vielen Güterzügen fordert Verkehrsminister Jörg Bode mehr Unterstützung vom Bund


Datum:
05.05.2011
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Hannover. Angesichts der Lärmbelastung an Bahnstrecken mit vielen Güterzügen will Verkehrsminister Jörg Bode (FDP) mehr Unterstützung bei der Einführung von Flüsterbremsen. Beim Bundesverkehrsministerium habe Bode darauf gedrängt, dass der Bund Niedersachsen bei seinen Bestrebungen unterstützt, die noch bestehenden Hürden für einen zügigen Umbau der in Deutschland fahrenden Güterwaggons abzubauen, teilte das Verkehrsministerium in Hannover mit. Erste Erfahrungsberichte mit den besonders leisen neuartigen Bremsen seien positiv. In Niedersachsen ist ein Modellprojekt auf der Strecke Bremerhaven-Hamburg in Planung.

„Aus meiner Sicht können mit vergleichsweise überschaubaren Mitteln beträchtliche Verbesserungen bei der Lärmbelastung für die Bevölkerung erreicht werden", erklärte Bode. Gerade in Wohngebieten an Strecken mit meist nachts fahrenden Güterverkehren seien die Menschen erheblichen Belastungen ausgesetzt. Der Minister will im Juni in Brüssel Gespräche mit der Europäischen Kommission führen, um die schrittweise Ausstattung der Güterzüge mit neuer Technologie zu beschleunigen. Nötig ist eine europaweite Zulassung, denn die Güterzüge machen nicht an Ländergrenzen halt.

Schätzungen zu Folge würden für die Ausstattung der Güterwaggons in Deutschland etwa 350 Million Euro benötigt. Ein Kilometer Lärmschutzwand koste durchschnittlich 2 Millionen Euro. Mit den 100 Millionen Euro, die der Bund jährlich für Nachrüstungen an bestehenden Trassen ausgebe, seien jeweils 50 Kilometer aufrüstbar.

„Vor diesem Hintergrund erscheint die Investition in Flüsterbremsen leistbar, da sie eine deutlich höhere Lärmminderung erwarten lässt und auf der gesamten Strecke Lärmminderungen bewirkt", sagte Bode. Die Flüsterbremsen verfügen über Kunststoff- statt Metallbremsbacken. Neue Wagen werden nur noch mit diesen Bremsen ausgeliefert. (dpa) 

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