WIEN. Bezüglich der Teilung der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB) in zwei Unternehmen ist der seit 1. August amtierende Generaldirektor Rüdiger vorm Walde mit seinem Amtsvorgänger einer Meinung. Die von Verkehrsministerin Monika Forstinger immer wieder geforderte gesellschaftsrechtliche Trennung in Betrieb und Infrastruktur stößt bei ihm auf "Unverständnis". Schon jetzt könne jeder, der sich darum bewerbe, auf dem österreichischen Schienennetz fahren. Die von der EU angestrebte Liberalisierung sei also längst Realität. Noch tut sich vorm Walde schwer mit der Beurteilung der bisherigen ÖBB-Politik, den Güterverkehr massiv zu forcieren. Ob das weiterhin sinnvoll ist, müsse erst untersucht werden. Klar tritt der ÖBB-Generaldirektor allerdings für eine rasche Einführung der Lkw-Maut ein, um die Chancengleichheit zwischen Schiene und Straße herzustellen. (vr/rv)
ÖBB: Wenig Lust auf Unternehmensteilung
Bahn-Chef äußert sich zurückhaltend zur ÖBB-Güterverkehrspolitik