Ende Juli ging die acht Jahre dauernde Ära von ÖBB-Generaldirektor Helmut Draxler zu Ende. Zum Abschied legte er noch eine Rekord-Halbjahresbilanz vor. Der Umsatz stieg um acht Prozent auf umgerechnet 2,46 Milliarden Mark, der Betriebserfolg erhöhte sich um 80 Prozent auf 194 Millionen Mark. Verkehrsministerin Monika Forstinger wirft Draxler vor, sich zu sehr um den Güterverkehr gekümmert zu haben, wünscht sich aber eine Weiterführung des bisherigen Güterverkehrskonzeptes. Allerdings sei zu hinterfragen, ob die Bahn unbedingt Speditionen kaufen müsse. Draxler-Nachfolger Rüdiger vorm Walde konzentrierte sich bei seinem ersten öffentlichen Statement auf den Personenverkehr. Er versprach, dessen Qualität zu verbessern und die Preise zu erhöhen. Dennoch ist er der Meinung, dass die Bahn ein "Zuschussgeschäft" bleiben werde. (vr/rv)
ÖBB vollzog Vorstandswechsel
Helmut Draxler legt zum Abschluss eine glänzende Halbjahresbilanz hin