Wenige Tage nach ihrem Amtsantritt machte Österreichs neue Verkehrsministerin Monika Forstinger deutlich, dass sie mit der bisherigen buchhalterischen Trennung von Fahrbetrieb und Infrastruktur bei der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB) nicht zufrieden ist. Auch die in diesem Frühjahr geschaffene Position eines "Rail-Regulators" ist nach ihrer Meinung kein ausreichender Garant für einen freien Zugang zur Schiene. Monika Forstinger strebt eine vollständige Teilung der beiden Bereich an. Zustimmung für ihren Plan erhielt die Verkehrsministerin von der Verkehrswirtschaft. Die Spediteure wiesen erst vor wenigen Tagen auf die "Gefahr einer Quersubventionierung" bei der ÖBB hin, weil jährlich 2,6 Milliarden Mark vom Staat zugeschossen werden, die Bahn aber nur 500 Millionen Mark für die Benützung der Schienen abliefert. (rv)
ÖBB: Abschied vom Schienennetz
Neue Infrastrukurministerin will Netz und Betrieb trennen