Schwerin/Kritzkow. Die Zulassung extragroßer Lastwagen würde nach Ansicht der FDP in Mecklenburg-Vorpommern die Versorgung großer Flächenländer und zugleich die Umweltbilanz des Logistikgewerbes verbessern. Tests mit den bis zu 25 Meter langen Gespannen hätten deren ökologische und ökonomische Vorteile inzwischen klar nachgewiesen, sagte der Landeschef der Freidemokraten, Christian Ahrendt, am Freitag in Schwerin. Tags zuvor hatte sich der Politiker, der für die Nordost-FDP auch im Bundestag sitzt, beim Besuch einer Niederlassung des Kurierdienstes UPS in Kritzkow (Kreis Güstrow) über die Versuche mit sogenannten EuroCombis oder Gigalinern informiert. Die Transportbranche in Mecklenburg-Vorpommern brauche den EuroCombi, meinte Ahrendt. Durch den Einsatz von Großgespannen könne die Autobahn-Infrastruktur effizienter genutzt werden. Zudem ließen sich so kleinere Einzeltransporte zu größeren Frachtmengen bündeln, was - entgegen den Vermutungen der Kritiker - zu insgesamt weniger Spritverbrauch und Fahrbahn-Abnutzung führe. Er frage sich, warum Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) sich weigere, die Gigaliner zuzulassen, zumal die Verlagerung von Transporten von der Straße auf die Schiene hinter den Planzielen zurückbleibe. „In einem strukturschwachen Land mit dünnem Bahn-, aber gutem Straßennetz sind große Laster ein wichtiges Transportmittel“, sagte Ahrendt. (dpa/sv)
Nordost-FDP fordert Zulassung des EuroCombi
Die Zulassung extragroßer Lastwagen würde nach Ansicht der FDP in Mecklenburg-Vorpommern die Versorgung großer Flächenländer und zugleich die Umweltbilanz des Logistikgewerbes verbessern