In der verladenden und transportierenden Wirtschaft wächst das Interesse an der Wiederaufnahme einer Eisenbahnfährverkehrs-Direktverbindung zwischen Deutschland und Südschweden. Das berichtete Rüdiger Meyer, Marketingdirektor der seit 1982 zwischen Malmö und Lübeck-Travemünde operierenden Fährreederei Nordö Link auf der Fachmesse Ro/Ro 2002 in Lübeck. Die Reederei, die sich in ihrer drei Schiffe umfassenden Flotte auf zwei für den Transport von Bahnwaggons ausgelegte Fähren abstützt, hatte allerdings den Bahnverkehr 1996 wegen Unwirtschaftlichkeit einstellen müssen. Meyer zufolge verhandelt Nordö Link derzeit "mit einem großen deutschen Speditionsunternehmen", das genügend Ladung für einen entsprechenden Verkehr mitbringen würde. Die Zukunft der Reederei im Teilmarkt "südliche Ostsee" beurteilte Meyer als sehr zuversichtlich, nachdem jetzt die Kartellbehörden in Schweden und Deutschland grünes Licht für die Übernahme durch die Finnlines-Gruppe erteilt haben. "Das ist für Nordö Link eine gute Lösung." Das Unternehmen stehe für "Solidität und Kraft". Nordö sei wirtschaftlich gesund. Der Umsatz belief sich 2001 auf rund 60 Millionen Euro, das operative Ergebnis belief sich auf 13,4 Millionen Euro. Das Beförderungsaufkommen betrug 2001 rund 182.000 Trailer und Lkw. Die Hauptzielgruppe der Reederei ist das Speditions- und Transportgewerbe. Ein Güterschwerpunkt liegt beim Transport von Gefahrgütern. Meyer: "Jährlich befördern wir rund 20.000 Einheiten mit Gefahrgütern." (vr/eha)
Nordö Link: Interesse an Eisenbahnfährverkehr über die Ostsee wächst
Deutscher Großkunde mit ausreichender Ladungsmenge im Gespräch