Nord-Ostsee-Kanal verzeichnet mehr Schiffsverkehr

13.04.2026 09:02 Uhr | Lesezeit: 3 min
Nord-Ostsee-Kanal_Schifffahrt
Durch die Passage durch den Nord-Ostsee-Kanal sparen Schiffe im Vergleich zur Skagenroute deutlich Treibstoff
© Foto: WNA NOK

Der Nord-Ostsee-Kanal ist eine kürzere Alternative zur Skagenroute, angesichts der hohen Kraftstoffpreise wählen nun mehr Schiffe die Strecke durch den Kanal.

Vor dem Hintergrund gestiegener Energiepreise haben im März wieder mehr Schiffe den Nord-Ostsee-Kanal angesteuert. „Die derzeit hohen Ölpreise führen im Nord-Ostsee-Kanal zu einem erhöhten Schiffsaufkommen“, sagte der Leiter der Unterabteilung Seeschifffahrt in der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, Heiko Böschen, der „Deutschen Presse-Agentur“. Durch die Kanalpassage sparen die Schiffe im Vergleich zur Skagenroute „erhebliche Mengen an Treibstoff. 500 Schiffe mehr im März gegenüber Februar belegen dies“, sagte Böschen.

Mehr Ladungstonnen auf dem Nord-Ostsee-Kanal

Insgesamt befuhren die künstliche Wasserstraße von Kiel nach Brunsbüttel im März 1988 Schiffe (März 2025: 1973). Im Januar waren es insgesamt 1785 Schiffe, im Februar 1465. Beim relevanteren Faktor, den Ladungsmengen, zeigt sich nach Angaben der Behörde, dass im März im Vergleich zum Vorjahresmonat wieder mehr Ladungstonnen transportiert wurden: Im März 2026 waren es knapp 6,46 Millionen Tonnen, knapp 158.000 Tonnen mehr als vor einem Jahr. Im Januar lag die Ladungsmenge bei 5,94 Millionen, im Februar bei 5,07 Millionen Tonnen.

Eine Alternative zur Skagen-Route

Die rund 100 Kilometer lange Wasserstraße von Brunsbüttel nach Kiel ist eine Abkürzung gegenüber der Route um das dänische Skagen. Eine normale Kanalpassage dauert im Schnitt je nach Schiffsgröße acht bis zehn Stunden. Zwischen Nord- und Ostsee befuhren die Wasserstraße im vergangenen Jahr 22.262 Schiffe. 2024 waren es 24.866 gewesen. Das entspricht einem Rückgang um fast 10,5 Prozent. Dafür werden die Schiffe immer größer. Die sogenannte Bruttoraumzahl, die rechnerische Gesamtgröße eines Schiffes im Durchgangsverkehr von Kiel bis Brunsbüttel und umgekehrt, stieg von 5688 auf 5750. Die Schiffe transportierten 2025 auf dem Kanal rund 69,5 Millionen Tonnen Ladung. 2024 waren es knapp 75,6 Millionen Tonnen gewesen. Wegen der Sanktionen gegen Russland transportierten Schiffe 2025 nur rund 1,85 Millionen Tonnen von und zu den russischen Häfen (2021: 14,22 Millionen).


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