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Niedersachsens Häfen planen Umschlagszuwachs

21.01.2008 14:47 Uhr

Jade-Weser-Port soll als Jobmotor fungieren: Land will auch die Häfen Stade, Brake und Emden ausbauen

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Hannover. Niedersachsens Häfen wollen ihren Umschlag in den nächsten fünf Jahren massiv steigern und die Marke von 100 Millionen Tonnen knacken. Dazu beitragen soll vor allem der geplante Tiefwasserhafen Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven. Zudem sollen andere Häfen ausgebaut werden. Wie Wirtschaftsminister Walter Hirche (FDP) heute in Hannover mitteilte, stieg der Umschlag in den Häfen im vergangenen Jahr um ein Prozent auf 64,6 Millionen Tonnen. Hirche sagte, er rechne damit, dass die Zahl der direkt und indirekt an den Häfen Beschäftigten von derzeit rund 74.000 in den nächsten Jahren um zehn bis zwanzig Prozent wachsen werde. Mit dem Jade-Weser-Port wolle Niedersachsen wie die Häfen in Bremerhaven und Hamburg vom weltweiten Container-Boom profitieren, sagte Hirche. Der Jade-Weser-Port soll 2010 seinen Betrieb aufnehmen. Wann die Bauarbeiten für den Tiefwasserhafen losgehen, ist aber unklar, weil noch Klagen von Naturschützern gegen den Planfeststellungsbeschluss im Raum stehen. Aus Sicht der Opposition im Landtag kann der vorgesehene Betriebsstart im Jahr 2010 kaum noch eingehalten werden. Den Vorwurf politischer Mauscheleien bei der Auftragsvergabe für den Hafen hatte Hirche wiederholt zurückgewiesen. Im Jade-Weser-Port sollen pro Jahr rund 30 Millionen Tonnen umgeschlagen werden. Wachstumspotenzial sieht die Hafenmarketinggesellschaft Seaports of Niedersachsen außerdem zum Beispiel für die Häfen Stade, Brake und Emden. Sie sollen in den nächsten Jahren erweitert werden. Insgesamt sind bis zum Jahr 2013 Investitionen in Höhe von rund 200 Millionen Euro zum Ausbau der Häfen geplant. Verbessert werden sollte aus Sicht Hirches die Zusammenarbeit mit Bremerhaven und Hamburg. Nur mit einem „Hafensystem Deutsche Bucht“ blieben die deutschen Nordsee-Häfen gegenüber Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam konkurrenzfähig. So könnten die deutschen Nordsee-Häfen international gemeinsam vermarktet werden, außerdem könne die Hafenplanung aufeinander abgestimmt werden, sagte Hirche. Hamburgs Wirtschaftssenator Gunnar Uldall (CDU) habe ihm zugesichert, die Vorschläge seien erwägenswert. (dpa)

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