Schlampige, fehlerhafte oder gar keine Ladungssicherung, das sind die zentralen Mängel, auf die die schleswig-holsteinische Polizei bei ihren Spezialkontrollen von Gefahrguttransporten immer häufiger stößt. Rund ein Drittel der Mängelfahrzeuge stammen aus Nicht-EU-Staaten. Anlass für Schleswig-Holsteins Innenminister Klaus Buß, für das kommende Jahr mehr Kontrollen von Lkw aus den östlichen Nachbarländern anzukündigen. Vor allem Fahrzeuge aus Russland und den Baltischen Staaten müssten sicherer werden. Von den 7.600 im vergangenen Jahr auf Schleswig-Holsteins Straßen durch die Polizei kontrollierten Lkw wurden insgesamt 1135 beanstandet. Dabei ermittelten die Polizeibeamten 1627 Verstöße. 40 Prozent der Mängel betrafen mangelhafte Ladungssicherung. Auch die richtige Kennzeichnung der Fracht ließ häufig zu wünschen übrig (16 Prozent). Eine wichtige Schnittstelle für die Verkehre aus Nicht-EU-Staaten sind die Ostseehäfen und hier vor allem Kiel, der Hafen mit dem dichtesten Liniennetz für Osteuropa-Fährverkehre. "Als Hafen weisen wir bereits eine hohe Kontrolldichte auf", so ein Sprecher des Seehafens Kiel gegenüber der Verkehrs-Rundschau. Dabei hatte sich Kiel in der Vergangenheit gegenüber der weniger intensiven Kontrollpraxis an der "grünen Grenze" oft im Nachteil gesehen. Inzwischen habe sich das gebessert. (vr/eha)
Nicht-EU-Lkw: Häufige Mängel bei kennzeichnungspflichtigen Gütern
Fahrzeuge aus Russland und dem Baltikum müssen sicherer werden