Hamburg. Der Logistikdienstleister Kühne + Nagel (K+N) stärkt sein Engagement im größten deutschen Seehafen. Mit einem symbolischen ersten Spatenstich leiteten Spitzenvertreter des K + N -Managements, darunter CEO Klaus Herms, den Bau zu einem neuen Logistikzentrum in Hamburg-Obergeorgswerder ein. Das Unternehmen tritt bei diesem Vorhaben als Bauherr in Erscheinung und nimmt für die Errichtung der Anlage rund 50 Millionen Euro in die Hand. Die Anlage entsteht auf einem der letzten großen, in sich geschlossenen Logistikflächen im Stadtstaat Hamburg. Mit seiner Lage in Hafennähe und der Nachbarschaft zur wichtigen Nord-Süd-Autobahn A 1 stellt das zwölf Hektar große Grundstück aus Sicht von K+N-Niederlassungsleiter Rainer Haiken „eine historische Chance“ für das Unternehmen dar. Der Logistikkonzern wird im Spätsommer 2009 eine Lager- und Umschlaganlage mit einer Grundfläche von 45.000 Quadratmeter in Betrieb nehmen. „Wir können in dieser Anlage die ganze Servicepalette anbieten, von der Seefracht, über Umschlag und Distribution, Kontraktlogistik und auch Landverkehr“, führte Haiken vor rund 70 Gästen aus Wirtschaft und Politik aus. In der neuen Logistikanlage werden zudem eine Reihe von „grünen“ Elementen einfließen: Von der teilweisen Dachbegrünung, über den Einbau einer umweltfreundlichen Heizungsanlage, die auf den Energieträger Holzpellets zurückgreift, bis hin zum Einbau einer Photovoltaik-Anlage reicht das Spektrum. Einmal fertig gestellt sollen in der neuen Logistikanlage rund 500 Mitarbeiter tätig sein. K+N geht davon aus, dass durch die Anlage auch bis zu 100 neue Jobs geschaffen werden. Hamburgs Hafen- und Wirtschaftssenator Axel Gedaschko (CDU) würdigte in seinem Grußwort das starke Engagement des K+N-Konzerns im Elbe-Hafen. Zugleich erinnerte er daran, dass Hamburg dank der deutschen Wiedervereinigung 1990 „den Standortvorteil zurückgewinnen konnte, den es vor dem Zweiten Weltkrieg“ als nationaler und internationaler Hafen- und Verkehrsknotenpunkt hatte. Gedaschko wörtlich: „Ohne die Wiedervereinigung Deutschlands und Europas würde das, was wir hier heute machen, gar nicht stattfinden. Das muss man einfach sehen.“ Er sei zudem sehr froh, dass als Folge der neuen Logistikanlage auch eine große Anzahl neuer Arbeitsverhältnisse entstehen. Gedaschko: „Die Logistikbranche ist eine Wachstumsbranche, und zwar viel mehr als andere Branchen, die sonst im Vordergrund stehen.“ Die Logistikindustrie sei der klare Nutznießer der Globalisierung. (eha)
Neues Kühne+Nagel-Logistikzentrum In Hamburg
Logistikkonzern investiert rund 50 Millionen Euro – Fertigstellung im Spätsommer 2009 geplant