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Neuer Rekord bei Auto-Rückrufen

Noch nie mussten so viele Autos wegen technischer Mängel in die Werkstätten zurückgerufen werden wie im vergangenen Jahr


Datum:
11.04.2011
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Berlin. Noch nie mussten so viele Autos wegen technischer Mängel in die Werkstätten zurückgerufen werden wie im vergangenen Jahr. Nicht nur in den USA, dem bis vor kurzem größten Automobilmarkt der Welt, auch in Deutschland stieg die Zahl der betroffenen Autos sprunghaft an. Sie verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahr auf fast 1,2 Millionen Autos, wie die Tageszeitung „Welt" berichtet.

„Die Zahl der Rückrufe beziehungsweise die Rückrufquote hat 2010 Rekordniveau erreicht", sagte Stefan Bratzel, Leiter des Centers of Automotive in Bergisch Gladbach, der Zeitung. „Und die Ursache dafür waren nicht nur die technischen Probleme von Toyota."

In Deutschland wie in den USA sind dem Bericht zufolge Mängel an den Bremsanlagen die Hauptursache dafür, Fahrzeuge in die Werkstätten zurück zu beordern. Mit 185 Rückrufaktionen in Deutschland habe das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) für 2010 den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen 1998 aufgelistet. Die Zahl der Fälle sei zum Vorjahr um 31 gestiegen.

„In den USA ist die Rückrufquote, also die Zahl der zurückgerufenen Fahrzeuge im Verhältnis zu den Neuzulassungen, von rund 55 Prozent im Jahr 2006 auf 147 Prozent 2009 gestiegen", sagte Bratzel. „2010 gab es einen neuen Negativrekord." Die Quote habe 157 Prozent erreicht.

Mit einer beispiellosen Pannenserie stach Toyota hervor. Der weltgrößte Autobauer musste seit 2009 rund 16 Millionen Autos zurückbeordern. Die Rückrufquote in den USA lag 2010 bei 380 Prozent, also habe der Hersteller fast vier Mal mehr Autos in die Werkstätten geholt als er dort verkauft habe. „Noch schlechter war aber Suzuki mit einer Negativ-Quote von 594 Prozent", sagte Bratzel der Zeitung. Hohe Rückrufzahlen hatten außerdem die US-Autobauer GM und Chrysler. Die deutschen Hersteller schnitten da deutlich besser ab.

Bratzel erklärte die steigende Zahlen zum einen mit der zunehmenden technischen Komplexität der Autos. Hinzu komme der wachsende Kostendruck. Um dem standzuhalten, würden in immer mehr Autos dieselben Teile eingebaut - hat ein Modell Mängel, so sind immer mehr Autos betroffen. (dpa) 

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