Für Neueinsteiger auf dem europäischen Bahnfracht-Markt soll es ab Oktober in Brüssel eine Interessenvertretung geben. Die European Rail Freight Association (ERFA) wird vor allem Bahnunternehmen offen stehen, welche die ab März 2003 vorgesehene Liberalisierung der grenzüberschreitenden EU-Schienengüterdienste nutzen wollen. Designierter Geschäftsführer ist der Deutsche Klaus-J. Meyer, der bisher das EU-Büro des Internationalen Verbandes für öffentliches Verkehrswesen (UITP) leitete. Gründungsmitglieder sind Bahnunternehmen aus Deutschland, den Niederlanden, Italien und Schweden. Die deutschen Interessenten gehören meist zum Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), der mit seinen 150 Güterbahnbetrieben einen Beitritt zur ERFA erwägt. Der VR sagte Meyer, dass er im Rahmen der EU-Erweiterung einen regen Zulauf osteuropäischer Bahnunternehmen erwarte. Deshalb werde noch im Mai in Warschau eine Beratung mit dem polnischen Eisenbahnverband stattfinden, um "den Gesetzgeber in Polen auf den EU-Liberalisierungsprozess im Bahnsektor einzustimmen". (vr/dw)
Neuer Europa-Verband der Güterbahnen
Nach EU-Erweiterung wird Zulauf osteuropäischer Bahnunternehmen erwartet