Berlin. Am Freitag sind in einer "neuen Phase" der Mauterprobung zum ersten Mal alle Komponenten des satellitengestützten Mautsystems einschließlich des Abrechnungssystems zusammen geschaltet worden. Das System werde damit zum ersten Mal als Ganzes getestet, sagte der Sprecher des Bundesverkehrsministeriums, Michael Zirpel. Zum ersten Mal würden nun auch fiktive Maut-Rechnungen ausgestellt. Die Entscheidung über einen regulären Probebetrieb soll aber erst nach Begutachtung der jetzigen Testphase bei einem "Workshop" mit Experten Anfang der nächsten Woche fallen. Der "heiße" Probebetrieb, den das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) freigeben muss, solle mit einer repräsentativen Auswahl von 500 Speditionen mit jeweils zehn Lkw starten, betonte Zirpel. Der auf eine Dauer von vier Wochen angelegte Probebetrieb soll dann von einem Gutachter beurteilt werden, dessen Einschätzung wiederum Grundlage für einen Scharfschaltung des Systems sein soll. Als Starttermin gilt bislang noch der 2. November. Das Mitglied des Bundestagsverkehrsausschusses, Peter Hettlich, forderte Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) auf, für die Offenlegung der Verträge mit dem Betreiberkonsortium Toll Collect zu sorgen. So lange der Text der Vereinbarung unbekannt sei, "werden Spekulationen Tür und Tor geöffnet und die Verunsicherung weiter vergrößert", meinte der Grünen-Politiker. (vr/jök.)
"Neue" Phase der Mauterprobung gestartet
Alle Komponenten des Mautsystems zusammengeschaltet