Paris/Frankreich. Auf den Schienentransport von Schiffscontainern zwischen den holländischen, belgischen, den heimischen Ärmelkanal-, Atlantik- sowie den Mittelmeerhäfen setzt die Kombitochter der französischen Staatsbahn SNCF, Naviland Cargo (vormals CNC). Defizitäre Strecken wurden von ihr dafür aufgegeben. Ziel ist, die Häfen mit den großen Industrie- und Wirtschaftszentren des Landes zu verknüpfen. Seit Ende Mai ist Antwerpen mit Straßburg verbunden, seit Anfang September gibt es eine Direktverbindung Lyon-Marseille. Nach Medienberichten, erweist sich auch diese Kurzstrecke über 300 Kilometer als wirtschaftlich tragfähig. Bordeaux-Le Havre und Lyon-Le Havre sind dagegen sehr exportlastig und werden noch kaum für Importe genutzt. Die Linie Bordeaux-Toulouse-Fos hingegen entwickele sich gut. Im Dezember wolle Naviland Cargo als Alternative zu Straße und Fluss eine Verbindung zwischen Le Havre und dem Pariser Osten eröffnen. Le Havre-Straßburg sei zurzeit defizitär, soll aber mit Blick auf den deutschen Markt beibehalten werden. (jb)
Naviland Cargo: Fahrt von Rotterdam bis Marseille
SNCF-Tochter setzt ihre Hafen-zu-Hafen-Strategie konsequent um