Nürnberg. Der Bund Naturschutz (BN) will den Flächenverbrauch durch geplante Straßenbauprojekte und Gewerbegebiete in Mittelfranken stoppen. Ein weiterer Ausbau der Straßen-Infrastruktur sei unverantwortlich, erklärte der BN-Landesbeauftragte Richard Mergner am Donnerstag in Nürnberg. Als Beispiele nannte er den sechsspurigen Ausbau der A3 Nürnberg-Würzburg, die Nordspange zum Flughafen Nürnberg und verschiedene Ortsumfahrungen auf den Bundesstraßen B8, B14 und B25. Mergner kündigte zugleich Widerstand gegen weitere Wohn- und Gewerbegebiete unter anderem in Feucht, Feuchtwangen, Heroldsberg und Herrieden an, ebenso gegen den Limes-Freizeitpark bei Ellingen und ein neues Factory Outlet von Adidas in Herzogenaurach. "Klimafreundliche und nachhaltige Siedlungs- und Verkehrspolitik ist in vielen Gemeinden trotz Bevölkerungsrückgangs nicht in Sicht", beklagte der Naturschützer in einer Mitteilung. (dpa)
Naturschützer wollen Flächenverbrauch stoppen
Bund Naturschutz fordert klimafreundlichere und nachhaltigere Siedlungs- und Verkehrspolitik in Mittelfranken