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Nationale Maritime Konferenz: Reeder bleiben ohne Finanzzusage

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer spricht sich für die Fortsetzung des maritimen Bündnisses aus
© Foto: dpad/Jörg Sarbach

Die Politik bietet den deutschen Reeder nur Gespräche über Mehrkosten für Schiffe unter deutscher Flagge an


Datum:
30.05.2011
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Wilhelmshaven. Die deutschen Reeder haben keine konkreten Finanzzusagen seitens der Politik erhalten um Mehrkosten für Schiffe unter deutscher Flagge zu kompensieren. Am Ende der 7. Nationalen Maritimen Konferenz in Wilhelmshaven wurde den Schiffseignern lediglich weitere Gespräche darüber zugesichert, wie die Einflaggung von Schiffen attraktiver gestaltet werden könnte, beispielsweise durch Bürokratieabbau. Mitte letzten Jahres hatte die Bunderegierung beschlossen, die Finanzhilfen zum Ausgleich der hohen Lohnnebenkosten für Schiffe unter deutscher Flagge zu halbieren.

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, neben Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem Niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister, einer der prominenten Abschlussredner der zweitägigen Veranstaltung, bedauerte die Kürzungen, verwies aber auf die bestehenden Zwänge zur Haushaltskonsolidierung. Gleichwohl sprach er sich für die Fortsetzung des maritimen Bündnisses aus, das vor zehn Jahren zwischen Regierung und Reedern geschlossen wurde. Die Reeder verpflichteten sich, mindestens 600 Schiffe unter die deutsche Flagge zu bringen. Im Gegenzug erhielten sie neben Ausbildungsförderungen einen finanziellen Ausgleich für die höheren Lohnnebenkosten für die Besatzung der Schiffe.

Derzeit fahren von den 3700 Schiffen deutscher Reeder nur 445 unter deutscher Flagge. Die Halbierung der Finanzhilfen von 58 Millionen Euro auf nunmehr 30 Millionen Euro könnte nun noch mehr Reeder veranlassen, Schiffe wieder auszuflaggen, befürchtet der Verband Deutscher Reeder (VDR). Die Kostendifferenz im Schiffsbetrieb unter deutscher Flagge liegt – je nach Schiffstyp – zwischen 400.000 und 500.000 Euro pro Jahr.

Ein weiteres Schwerpunktthema der Konferenz war der Ausbau der Offshore Windenergie. Zur Förderung des zügigen Ausbaus der Windparks, die in zwei Jahren 1000 Megawatt Stromleistung erzeugen sollen (derzeit 200 Megawatt), hat die Bundesregierung jüngst ein fünf Milliarden Euro schweres KfW-Förderprogramm auf den Weg gebracht. Als zentrales Handlungsfeld wurde neben dem Ausbau der Hafeninfrastruktur der Aufbau der notwendigen Stromnetze definiert. (diwi) 

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