Nach Mehdorn-Kritik ist DIHK um Einvernehmen bemüht

04.09.2001 16:32 Uhr

DIHK-Präsident Braun widerspricht dem Eindruck der angeblichen Bahn-Feindlichkeit

Im Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sieht man die Kontroverse mit Bahnchef Hartmut Mehdorn über die angebliche Bahn-Feindlichkeit der Kammerorganisation als entschärft an. Der Konzernmanager hatte sich deutlich verärgert über die DIHK-Broschüre "Verkehrsverlagerung – der große Trugschluss" gezeigt, die die Position der Bahn und der Binnenschifffahrt negiere. Mit Erstaunen war registriert worden, dass Mehdorn die Zwangsmitgliedschaft der dem DIHK angeschlossenen Unternehmen angesprochen hatte und daraus eine ausgewogenere Politik der Kammerorganisation abgeleitet hatte. Daraufhin kam es zu einem klärenden Gespräch zwischen dem neuen DIHK-Präsidenten Ludwig Georg Braun und Mehdorn, das von der DIHK-Führung als "nützlich" bewertet wurde. Braun habe dem Eindruck widersprochen, die Deutsche Bahn solle einseitig attackiert werden, hieß es aus Teilnehmerkreisen. Die Broschüre solle vielmehr unmissverständlich die Haltung des DIHK darstellen, dass das von der Bundesregierung geplante Autobahnmautgesetz nicht zu einer nennenswerten Verlagerung von der Straße auf die Schiene führen werde. Zurückgezogen wird die Broschüre allerdings nicht – trotz der Kritik Mehdorns. (vr/jök)

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