Die Luftverschmutzung in der Alpenregion am Montblanc geht auf das Konto des LKW-Verkehrs in den zu Europas höchstem Gipfel führenden Tälern. Dies ist das Ergebnis einer 1998 begonnen Untersuchung zur Luftqualität in der Region, deren Resultate wenige Wochen vor der vollen Wiederzulassung des Schwertransports durch den Montblanc-Tunnel veröffentlicht wurde. In Auftrag gegeben hatten die Studie mehrere französische und italienische Umweltschutzinitiativen. Gleich hinter den LKW rangiert als zweiter Schädigungsfaktor die Zentralheizung. Auf den Straßengütertransport entfallen 64 Prozent der Stickoxide-Emissionen auf französischer und 50 Prozent auf italienischer Seite. Im Valais-Tal mit einem Schienentransportanteil von 75 Prozent liegt der Wert nur bei 14 Prozent. Und von den 1998 gezählten 3 700 Tonnen Kohlenmonoxyd in der Region stammten 2 300 ebenfalls aus den Auspuffrohren der "Brummis". Der Bürgermeister von Chamonix, Michel Carlet, sieht sich durch die Messergebnisse in seinem Kampf gegen die Rückkehr auch der Schwertransporte über 19 Tonnen in die Montblanc-Täler voll bestätigt. Unter Verweis auf die Gesetze zur Luftreinhaltung will er die Zahlen als Argument für einen neuerlichen Vorstoß beim Präfekten der Region zu Gunsten einer LKW-Begrenzung verwenden. Weitere Pläne sehen die Einrichtung von Zug-Straßenbahn-Verbindungen und neue öffentliche Verkehrsmittel vor. (vr/jb)
Montblanc: Umweltschützer geben Studie in Auftrag
Luftverschmutzung geht auf Lkw-Verkehr zurück