Leipzig. Der Mittelstand blickt nach Meinung von Bundesverbandschef Mario Ohoven mit trotzigem Optimismus in die Zukunft. "Der Mittelstand hat seine Lethargie überwunden", sagte der Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) am Mittwoch in Leipzig. Er erwarte kräftige Zuwächse vor allem im Außenhandel mit den mittel- und osteuropäischen Ländern. Allerdings bezeichneten 70 Prozent der Mittelstands-Unternehmen ihre Geschäftslage lediglich als ausreichend. Vor dem Hintergrund der drastisch gestiegenen Arbeitslosenzahlen forderte Ohoven bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen. "Der Kern sind die hohen Steuer- und Abgabenlasten", sagte Ohoven. Steuern und Abgaben müssten gesenkt und die Arbeitszeiten ausgeweitet werden, damit Deutschland im internationalen Wettbewerb bestehen könne. Die Bundesregierung müsse ihre Reformagenda 2010 konsequent fortsetzen. "Ich halte es für nicht gut, dass die Bundesregierung den Anschein erweckt, mit den Reformen etwas anzuhalten", so der Funktionär weiter. (dpa)
Mittelstandsverband fordert bessere Rahmenbedingungen für Wirtschaft
Steuern müssten gesenkt und die Arbeitszeiten ausgeweitet werden / 70 Prozent der Mittelständler bezeichnen ihre Geschäftslage als lediglich ausreichend