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Mit Ampel-System LKW-Parkplätze besser auslasten

Die Parkplatznot belastet die LKW-Fahrer in ihrer täglichen Arbeit
© Foto: eha

Forschungsprojekt der FH Erfurt: Automatisierte Suche nach LKW-Stellplätzen soll Suche erleichtern


Datum:
07.12.2010
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Erfurt. Eine Art Ampel-System könnte die Parkplatzprobleme von Lastwagen auf Autobahnen lösen. An der Fachhochschule (FH) Erfurt ist ein Forschungsprojekt gestartet, das die automatisierte Datengewinnung und -übertragung über freie LKW- Stellplätze untersucht. Ziel ist ein Parkleitsystem für den Schwerverkehr. „Wir haben eine massive Überbelegung von Rastanlagen in gewissen Regionen, in anderen gleichzeitig freie Kapazitäten", sagte Andy Apfelstädt vom Verkehrsinstitut der FH Erfurt. Die Parkplätze müssten einfach besser ausgelastet werden.

Am Dienstag wollten Vertreter des Bundesverkehrsministeriums, der Bundesanstalt für Straßenwesen und sieben Bundesländer über erste Pilotprojekte diskutieren. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat angekündigt, bis 2012 rund 8000 zusätzliche Lastwagen- Stellplätze auf den Autobahnen bauen zu lassen. „Die bisherigen Projekte waren immer nur Tropfen auf den heißen Stein", sagte Apfelstädt dazu. Jeder Parkplatz koste in der Entstehung rund 3000 Euro. Dieses Geld könne zumindest zum Teil eingespart werden, wenn der bisherige Parkraum besser genutzt würde.

Die Erfurter Forscher wollen herausfinden, wie der Belegungsgrad von Rastanlagen ermittelt werden kann. Mit bisheriger Technik sei dies aussichtslos, sagte Apfelstädt. Selbst in Parkhäusern, wo die Belegungs-Ampeln schon lange eingesetzt würden, gebe es massive Probleme. „Die Systeme müssen einmal am Tag neu gestartet werden, weil sich das System sonst verzählt." In den räumlich begrenzten Parkhäusern lasse sich das bewerkstelligen. Problematisch sei aber die Übertragung in die Fläche und auf unbewirtschaftete Rastanlagen.

Das Forschungsprojekt, das bis Sommer 2013 zu einem Ergebnis kommen will, beschäftigt sich auch mit der Übermittlung freier Plätze ins Fahrerhaus der Lastwagen. Möglich sei dies mit Wechselbeschilderung direkt vor den Rastplätzen oder durch die Geräte zur Erfassung der Mautgebühren. „Letzteres muss man aber in Klammern setzen, da Maut-Mehrwertdienste aktuell noch nicht erlaubt sind", sagte Apfelstädt. Und das Bundesverkehrsministerium sei „sehr daran interessiert, nicht noch mehr Schilder entlang der Autobahn aufzustellen". (dpa) 

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