Stahlhut werde das Unternehmen im Mai 2026 verlassen, teilte die Hupac-Gruppe mit. „Es erfüllt mich mit großem Respekt und Dankbarkeit, dass wir in dieser herausfordernden Zeit gemeinsam mit einem starken Führungsteam Hupac weiterentwickeln konnten. Besonders wichtig war mir, unser Führungsteam so aufzustellen, dass es mit hoher Eigenverantwortung Krisen erfolgreich meistern kann“, wird Michail Stahlhut in einer Unternehmensmitteilung zitiert. Der Verwaltungsrat dankte ihm für sein „außerordentliches Engagement und seine umsichtige Führung in einer Zeit bedeutender Herausforderungen und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg“. Die Suche nach einer Nachfolge sei fortgeschritten und man werde „zu gegebener Zeit über die Nachfolge informieren“, heißt es weiter.
Kombinierter Verkehr unter Druck
Die vergangenen Jahre seien für die gesamte Logistik – und besonders für den Kombinierten Verkehr – von einer Vielzahl von Herausforderungen geprägt gewesen, so die Hupac-Gruppe: von der Pandemie über Stromversorgungsengpässe, Schienennetz-Totalsperrungen durch Unfälle und Großbaustellen bis hin zu geopolitischen Verwerfungen. Deutliche Kritik übte Stahlhut dabei auch am Zustand des deutschen Schienennetzes. „Wir leiden wirklich unter der schlechten Qualität des deutschen Schienennetzes. Das ist auch 2026 unsere größte Herausforderung”, hatte Stahlhut gegenüber der VerkehrsRundschau erklärt. Umso dringlicher brauche Hupac, wie alle anderen Anbieter auch, bei Streckensperrungen gesicherte Ausweichkapazitäten. „Die DB InfraGo muss uns 90 Prozent der Kapazitäten absichern. Und zwar mit den gleichen Parametern, also unter anderem gleiche Zuglänge, gleiches Zuggewicht, gleiches Streckenprofil.“
Stabilität, operative Stärke und finanzielle Solidität bewahrt
Angesichts dieses herausfordernden Umfelds habe die Hupac-Gruppe unter der Leitung von Michail Stahlhut „Stabilität, operative Stärke und finanzielle Solidität bewahrt“, betont das Unternehmen. „Mit gezielten strategischen Initiativen konnte das Unternehmen unter der Leitung von Michail Stahlhut seine Position als führender Anbieter im europäischen Kombinierten Landverkehr festigen und gemeinsam mit dem erfahrenen Managementteam die Weichen für die Zukunft stellen“, sagt Hans-Jörg Bertschi, Präsident des Verwaltungsrats von Hupac.