Während die Einzelhändler in Deutschland derzeit über das unbefriedigende Geschäft stöhnen, legt Metro gegen den Trend weiter zu. So konnte der Handelskonzern seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2001 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,8 Prozent auf 23,1 Milliarden Euro (45,2 Milliarden Mark) erhöhen. Allerdings wurde das Wachstum vor allem durch die Auslandsaktivitäten getragen. Der Umsatz in Deutschland stieg nur um 2,0 Prozent an. Zu der positiven Umsatzentwicklung haben vor allem die Elektronikmärkte Media Markt und Saturn beigetragen, die ein Plus von 10,8 Prozent erwirtschafteten.
Auch das Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern (Ebit) konnte in Deutschland nicht mit der Entwicklung im gesamten Konzern mithalten. Während in den ersten beiden Quartalen das Ergebnis bei Metro weltweit um 8,9 Prozent auf 206,4 Millionen Euro zulegte, verringerte sich das Ebit für Deutschland um 26,2 Prozent auf 86,6 Millionen Euro.
Aus dem Quartalsbericht geht weiter hervor, dass Metro für das gesamte Jahr 2001 eine weitere Steigerung erwartet. So soll der Umsatz des Konzerns mit den Marken Kaufhof, Praktiker, Metro Cash & Carry, Extra und Real bis zum Jahresende um mindestens sieben Prozent zulegen – obwohl mit keiner konjunkturellen Belebung in Europa gerechnet wird. Der Konzernumsatz soll sich dann erstmals auf über 50 Milliarden Euro belaufen. (vr/cd)