Mehrwertsteuer-Privileg der Post gekippt

24.09.2008 11:47 Uhr
Deutsche Post
Die Mehrwertsteuerbefreiung für Dienstleistungen der Deutschen Post fällt (Bild: ddp)
© Foto: ddp

Geschäftskunden müssen ab 2010 für Dienstleistungen der Deutschen Post Mehrwertsteuer zahlen

Berlin. Das Mehrwertsteuer-Privileg der Deutschen Post bei Geschäftskunden läuft zum Jahr 2010 aus. Das Kabinett beschloss heute einen entsprechenden Gesetzentwurf. Privatkunden sollen beim Ex-Monopolisten weiterhin Briefe und Pakete ohne Mehrwertsteuer verschicken können. Geschäftskunden müssen aber von 2010 an - wie bei der Konkurrenz - den vollen Steuersatz von 19 Prozent zahlen. Die beschlossene Änderung des Umsatzsteuergesetzes sieht vor, dass mit Beginn des übernächsten Jahres neben Briefen von Kunden mit Sonderkonditionen auch Nachnamesendungen, Expresszustellungen, Kataloge und Zeitschriften mit einem Gewicht von jeweils mehr als zwei Kilo sowie Pakete mit mehr als zehn Kilo Gewicht mehrwertsteuerpflichtig werden. Wettbewerber der Post sollen künftig dann dem einstigen Staatsunternehmen im privilegierten Bereich gleichgestellt und somit von der Mehrwertsteuer befreit werden, wenn sie ebenfalls eine flächendeckende Versorgung anbieten. Hintergrund ist das Drängen der EU-Kommission nach Gleichbehandlung der Wettbewerber auf dem Postmarkt. Dazu will der Europäische Gerichtshof noch in diesem Jahr ein Grundsatzurteil fällen. (dpa/sb)

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.