Alarmierend ist die Unfallbilanz in Italien: Täglich sind 18 Verkehrstote und 800 Verletzte zu beklagen. Das italienische Verkehrsministerium nimmt die Statistik zum Anlass, verstärkt in den Sicherheitsausbau der Straße zu investieren. Die neuen Schutzmaßnahmen sollen vor allem den Schwertransport betreffen. Nach deutschem Vorbild sollen spezielle Patrouillen zur Kontrolle von Gütertransporten eingesetzt werden. Weiter sollen die Kontrollen vor Tunnel und Fracht-Ladestellen verstärkt werden. Künftig will man strengere Strafen bei Alkohol- und Drogenmissbrauch verhängen; sowie häufiger Arbeitszertifikate und Einhaltung der vorgeschriebenen Ruhepausen überprüfen. Generalsekretär Paolo Uggè vom Dachverband für Transportunternehmen (Conftrasporto) begrüßt grundsätzlich die Sicherheitskampagne, fordert aber "entsprechende logistische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, welche die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften erleichtern." Conftrasporto präsentiert bei der Eröffnung der einwöchigen Veranstaltung zur Straßensicherheit einen eigenen Sicherheitskatalog. Darin werden unter anderem eine bessere Infrastruktur, eine Straßenverbreiterung bei engen Pässen sowie eine Trennung von Schwer- und Leichttransport gefordert. Zur Realisierung einer "menschenwürdigen Straße" seien ferner Prävention und Kontrolle notwendig. (vr/im)
Mehr Sicherheit auf Italiens Straßen
Verstärkte Kontrolle soll Lkw-Fahrer schützen