Berlin. Der Streit zwischen Deutsche Bahn-Chef Hartmut Mehdorn und dem Bundestag ist beigelegt. Obwohl Mehdorn sich am Mittwoch vor dem Verkehrsausschuss des Bundestages nicht wie gefordert förmlich entschuldigte, nahmen Koalition und Union ihre Rücktrittsforderungen zurück. Sie gaben sich damit zufrieden, dass er Fehler im Umgang mit dem Parlament einräumte und Besserung gelobte. Nur der FDP-Verkehrsexperte Horst Friedrich sagte: "Er hat sich disqualifiziert". Der Vorstandsvorsitzende hatte in einem Schreiben den "sogenannten Verkehrsexperten" von Grünen, Union und FDP vorgeworfen, "im Drei-Tage-Rhythmus" gegen ihn und die Bahn "bösartig" zu polemisieren. Nach der Sitzung sagte Mehdorn, es seien "sachliche Gespräche" gewesen, in denen vieles offen angesprochen worden sei und "wo wir uns versprochen haben, es besser zu machen". Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) nannte das Gespräch "notwendig, nützlich und konstruktiv". Er kündigte die öffentliche Ausschreibung eines vom Bundestag seit langem geforderten neuen Gutachtens an, in dem die Alternative eines Börsengangs der Bahn mit und ohne Netz geprüft werden sollen. (jök.)
Mehdorn will besser mit dem Bundestag zusammenarbeiten
Vor dem Verkehrsausschuss des Bundestages räumt Bahnchef Hartmut Mehdorn eigenes Fehlverhalten ein. Stolpe zeigt sich zufrieden über Ausgang der Gespräche.