München. Die Lastwagen- und Bussparte des Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzerns MAN verzeichnet weiterhin Zuwächse. Zwischen Januar und Mai dieses Jahres habe der Auftragseingang „um über 40 Prozent“ zugelegt, erklärte Anton Weinmann, der Chef der Sparte, der Wirtschaftszeitung „Euro am Sonntag“. Er zeigte sich darüber hinaus für den weiteren Verlauf des Jahres optimistisch: „Aus heutiger Sicht werden wir die Zielmarke von acht Prozent Plus beim Umsatz auf jeden Fall übertreffen. Und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir – wie in den vergangenen Jahren auch – 2006 eine Ergebnisverbesserung von mindestens 100 Millionen Euro realisieren werden.“ 2005 hatte MAN in seiner Nutzfahrzeugsparte einen Umsatz von 7,37 Milliarden Euro verzeichnet. Das operative Ergebnis lag bei 469 Millionen Euro. Weinmann rechnet damit, dass im laufenden Jahr der Absatz von Nutzfahrzeugen bei über 80.000 (Vorjahr: 74.000) liegt, davon etwa 7000 Busse. Das Unternehmen wolle außerdem die Kooperation mit dem US-Truck-Hersteller Navistar intensivieren. Spekulationen über eine mögliche Übernahme von Navistar erteilte Weinmann ebenso wie zuvor MAN-Vorstandschef Hakan Samuelsson eine Absage. In Bezug auf die unterbrochenen Gespräche mit dem Betriebsrat über mögliche Zugeständnisse der Belegschaft erklärte Weinmann, er sei „weiter optimistisch zu einer Einigung zu kommen“. Derzeit gebe es jedoch keinen Termin für die Fortsetzung der Verhandlungen. Sollten die Mitarbeiter nicht zu Zugeständnissen bereit sein, müsste MAN „die Fertigungstiefe in Deutschland verringern und mehr mit Zulieferern machen“, sagte er. Da der Konzern ein neues Montagewerk in Polen eröffnen will, sei es sonst auch vorstellbar, Teile der Wertschöpfung dorthin zu verlagern. (dpa/tz)
MAN Nutzfahrzeuge verzeichnet Auftragsplus
Zwischen Januar und Mai legte der Auftragseingang der Lastwagen- und Bussparte von MAN um über 40 Prozent zu.