Nach den überraschend hohen Verlusten im ersten Quartal schöpft der MAN-Konzern wieder Hoffnung. Es gebe Anzeichen, dass die konjunkturelle Talsohle durchschritten sei, sagte MAN-Chef Rudolf Rupprecht am Freitag auf der Hauptversammlung in München. Nach dem Betrugsfall bei der britischen Tochter ERF will MAN hohen Schadenersatz vom Vorbesitzer Western Star fordern. Nach den Einbußen im ersten Quartal zogen bei MAN Umsatz und Auftragseingang im April wieder spürbar an. Vor allem bei den Lastwagen war die Nachfrage nach langer Flaute wieder höher. An den Prognosen fürs laufende Jahr hält Rupprecht vorerst weiter fest. Rupprecht kündigte wegen des ERF-Debakels Schadenersatzansprüche gegen Western Star an. Der Gesamtschaden für MAN belaufe sich auf etwa 300 Millionen britische Pfund (rund 480 Millionen Euro) an. (vr/dpa)
MAN-Konzern schöpft nach Quartalsverlust wieder Hoffnung
Nachfrage bei Lastwagen im April erhöht